Haiku der Woche
Athener Sparzwang
Tränengas im Februar:
Europas Stresstest
Athener Sparzwang
Tränengas im Februar:
Europas Stresstest
Eigentlich ist alles ganz einfach. Die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier rechnen es während ihres “Rededuells” vor laufender Kamera vor: Steuersenkungen sind möglich. Es scheint alles nur eine Frage des Wachstums zu sein! Ach so. Na dann?
“Wachstum schafft Arbeit“, fasst Merkel ihren Ansatz zusammen. “Schön und gut“, findet das Steinmeier ganz klassisch. Zweifel packen ihn dann aber doch angesichts der geplanten Ausmaße. Seinen Worten zufolge verspricht die Union Steuersenkungen in Höhe von 20 bis 30 Mrd. Euro. Die FDP werbe sogar mit 80 bis 90 Mrd. Euro, sagt zumindest Steinmeier. Im Fall einer schwarz-gelben Koalition käme die neue Bundesregierung vielleicht auf einen Steuernachlass in Höhe von 50 Mrd. Euro, peilt er über den Daumen. Und, jetzt kommts: “Dafür brauchen sie pro Jahr ein Wachstum von neun Prozent. So ein Wachstum hatten wir in der gesamten Geschichte der Bundesrepublik nicht!” Immerhin, schöne Attacke. Technikpunkt für den Herausforderer. Doch wie hat er das nur errechnet?
Aber, abgesehen davon: Wenn schon das TV-Duell so zahnlos und ereignisarm bleiben musste, bleibt ja wenigestens noch ein bisschen Hoffnung für den Abend nach der Wahl. Da war zumindest vor vier Jahren einiges los. Kein Vergleich allerdings mit dem Wahlkamp anno 1980.
Am Samstag, den 27. Juni 2009 – einem weitgehend ungewöhnlichen regnerischen Sommertag in Mitteleuropa – stieg Kursmonaut S. im Untergeschoss des U-Bahnhofs Berlin Alexanderplatz gegen 8.30 Uhr in einen abfahrbereiten Zug, von dem von vornherein feststand, dass er nicht in die von S. gewünschte Richtung fuhr.
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Tief in den Schatzkammern der europä-ischen Literatur ruht das Werk eines Autors, dessen Sprachmacht und Gedan-kentiefe Anlass für reichlich verschnörkelte Gegenwartsbezüge gewährt.
Mit Blick auf den Aufstieg der Automobilindustrie und ihre beinahe 100-jährige Blütezeit haben wir uns freimütig über Schillers Übersetzung von Shakespeares Macbeth hergemacht, um vollkommen skrupellos folgende Anpassungen einzufügen: